Initiative Religiöse Volkskunde [IRV]


Theologie und Hochschule (ThH)
ISSN 1863-1215


Die Schriftenreihe "Theologie und Hochschule" wird von Reimund Haas, Stefan Samerski und Eric W. Steinhauer herausgegeben. Sie behandelt Fragestellungen des Verhältnisses von Theologie und Lehramt, der Stellung von Theologie an Hochschulen sowie Leben und Wirken einzelner Theologen.
Autorenhinweise

Heft 1Reimund Haas, Eric W. Steinhauer (Hrsg.): "Die Hand des Herrn hat diesen Weinberg angelegt und ihn gepflegt." : Festgabe für Karl Josef Rivinius SVD. - Münster : Verl.-Haus Monsenstein und Vannerdat, 2006. - XII, 347 S.
(Theologie und Hochschule ; 1)
ISBN 978-3-86582-359-5
http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=6484

Heft 2Eric W. Steinhauer: Die Lehrfreiheit katholischer Theologen an den staatlichen Hochschulen in Deutschland. -
Münster : Verl.-Haus Monsenstein und Vannerdat, 2006. - XXIV, 367 S.
(Theologie und Hochschule ; 2)
ISBN 978-3-86582-334-2
Zugl.: Münster, Univ., Diss., 2006.
http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=6304

Heft 3Reimund Haas, Stefan Samerski (Hrsg.): Bernhard Stasiewski (1905-1995) : Osteuropahistoriker und Wissenschaftsorganisator. -
Münster : Verl.-Haus Monsenstein und Vannerdat, 2007. - ca. 260 S.
(Theologie und Hochschule ; 3)
ISBN 978-3-86582-435-6
http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=8035


Geleitwort zur Schriftenreihe
aus: ThH 1, S. VI f.

Theologie und Hochschule. Mit diesen beiden Worten wird ein schwieriges, aber auch anregendes Verhältnis beschrieben. Steht die Theologie am Anfang der Tradition europäischer Universitäten, so ist ihr Bleiberecht im Haus der Wissenschaften seit der Aufklärung immer wieder bestritten worden. Freie Wissenschaft und kirchlich-lehramtlich gebundener und verwalteter Glaube wollen nicht so recht zusammenpassen.

Reibungen und Konflikte zwischen Wissenschaft und Kirche blieben und bleiben nicht aus. Die Gemengelage von kirchlichem Einfluss und freier wissenschaftlicher Forschung gibt dem Verhältnis von Theologie und Hochschule einen eigentümlichen Charakter. Dies allein schon rechtfertigt es, einschlägigen Fragestellungen in einer eigenen Reihe nachzugehen.

Theologie an und in der Hochschule steht darüber hinaus aber auch für eine besondere Erscheinungsweise des Religiösen in der Wissensgesellschaft der Gegenwart. Verflüchtigen sich mehr und mehr die volkskirchlichen und volksfrommen Milieus und Ausdrucksformen, so tritt an ihre Stelle nicht selten ein wissensgeprägter Glaubensvollzug. Glaube will verstanden, diskutiert, ja kritisiert werden. Die akademische Theologie spielt in diesem Prozess eine wichtige Rolle. Theologie an der Hochschule wird damit zu einem relevanten Faktor gegenwärtiger Religiosität. So ist es folgerichtig, wenn die neue Reihe "Theologie und Hochschule" im Kontext einer interdisziplinär arbeitenden religiösen Volkskunde etabliert wird.

Das Verhältnis von Theologie und Hochschule soll in seinen dogmatischfundamentaltheologischen, historischen, rechtlichen und sozialen Bezügen dargestellt werden. Dabei lassen sich mit Institutionen, Personen und theologischen Grundlagen drei große Themenfelder ausmachen. Arbeiten, die Leben und Wirken von Hochschultheologen behandeln, werden danach in der neuen Reihe ebenso vertreten sein, wie Untersuchungen zum theologischen Fakultätenrecht, zur Geschichte einzelner Einrichtungen und Fächer sowie zum Verhältnis von Theologie und Lehramt. Alle diese Aspekte prägen den heutigen Wissensbezug von Religiosität und die damit verbundene zentrale Stellung akademischer Theologie für das kirchliche Leben.

Die Verortung dieser Fragestellung bei der religiösen Volkskunde ist nicht ohne Vorbild. Einer der wichtigen Vertreter der älteren religiösen Volkskunde, Georg Schreiber (1882-1963), war in den Jahren der Weimarer Republik ein profilierter und führender Wissenschafts- und Kulturpolitiker.1 Die Initiative Religiöse Volkskunde [IRV], in deren Rahmen die neue Schriftenreihe ..Theologie und Hochschule.. angesiedelt ist, ist aus dem von Georg Schreiber begründeten Münsteraner Institut für religiöse Volkskunde entstanden. Mit der neuen Reihe soll die in Person und Wirken Schreibers gegebene Thematik und Verschränkung von Theologie und Hochschule in der gegenwärtigen Wissensgesellschaft fortgeschrieben werden.

Schließlich ist vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Reformen an den Hochschulen im Zuge des Bologna-Prozesses und der Diskussion um die Schließung und Einsparung ganzer theologischer Fakultäten eine neue Besinnung auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft katholischer Hochschultheologie erforderlich. Es ist der Wunsch der Herausgeber, mit der neue Reihe dazu einen Beitrag zu leisten.

Köln, Leipzig und Ilmenau im September 2006

Reimund Haas, Stefan Samerski und Eric W. Steinhauer

















Diese Seite wurde zuerst erstellt am 11. Oktober 2006. Letzte Änderung am 4. Dezember 2007. Kontakt: steinhauer@lycosxxl.de // Impressum // Schriftenreihen // Home.